Osnabrücker Jurastudierende im Landesvergleich vorne

Im direkten Landesvergleich haben 2017 die Jurastudentinnen und Jurastudenten der Universität Osnabrück bessere Examensklausuren geschrieben als an den anderen beiden Jurafakultäten des Landes in Göttingen und Hannover.

Die neuesten Daten des niedersächsischen Justizprüfungsamts Celle erlauben einen objektiven Vergleich zwischen den drei Standorten. Alle Examenskandidaten Niedersachsens schreiben dieselben Klausuren, jeweils immer am selben Tag. Diese in 2017 insgesamt weit über 4000 Klausuren werden zentral in Celle gesammelt und dann anonymisiert unter einer Kennziffer von zahlreichen Prüfern im ganzen Land, überwiegend Richtern, durchgesehen.

„Objektiver geht es nicht, denn die Prüfer wissen nicht, an welchem Standort die Klausuren geschrieben wurden“, erklärt Dekan Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke. Beim Gesamtdurchschnitt sind die Unterschiede zwar signifikant, aber wegen der großen Zahlen naturgemäß klein. Besonders deutlich wird der Vorsprung aber bei den Spitzennoten, dem sogenannten Prädikat. Fast 12,5 Prozent der Osnabrücker Absolventen des Jahres 2017 haben ihre Klausuren mit Prädikat abgeschlossen, in Göttingen sind es unter 11 Prozent und in Hannover gerade mal etwas über 7 Prozent.

Wenn man hingegen die von den Professoren an den jeweiligen Standorten selbst vergebenen Noten vergleicht, wird das Bild differenzierter, aber nicht minder aufschlussreich. Bei den von den Professoren selbst vergebenen Noten liegt nämlich Hannover vorn, gefolgt von Göttingen und Osnabrück. „Wir sind zwar die kleinste der drei Fakultäten, stellen aber besonders hohe Ansprüche an unsere Studierenden“ sagt der Osnabrücker Rechtswissenschaftler Schulte-Nölke dazu. „Dies schlägt sich erfreulicherweise im Landesvergleich nieder“, so der Dekan.