Very british: Neue Hofkapelle Osnabrück spielt

Die viel diskutierte Frage, ob Georg Friedrich Händel ein deutscher oder eher britischer Komponist war, wird auch die Neue Hofkapelle Osnabrück bei ihrem Konzert „Barockmusik aus England“ nicht klären können.

Dafür lässt sie am Sonntag, 10. Juni ab 19 Uhr im Osnabrücker Schloss nicht nur zwei seiner berühmten Concerti grossi aus op. 3, sondern auch Händels Oboenkonzert Nr. 3 in g-Moll erklingen.

Als Solistin ist dabei Susanne Neumeyer-Kohnen zu erleben. Die vielseitige Musikerin aus Frankfurt am Main gilt als Spezialistin für historische Oboen und hat sich bei zahlreichen Konzerten, Rundfunk- und CD-Aufnahmen einen Namen gemacht. Zu ihren musikalischen Partnern zählten bereits unter anderem die Lautten Compagney Berlin, die Akademie für Alte Musik Berlin und Concerto con Anima.

Dem Publikum eher unbekannt dürfte der englische Komponist Charles Avison (1709-1770) sein. Er lebte in Newcastle und verließ, trotz guter Angebote, seine Heimatstadt nie. Im Vereinigten Königreich führte er als erster das Abonnementkonzert ein und ließ in diesem Rahmen auch eigene Werke aufführen.

Viel beachtet wurden damals seine Bearbeitungen der zwölf Cembalosonaten von Domenico Scarlatti, die er als Concerti grossi arrangierte. Die Neue Hofkapelle Osnabrück wird Avisons Concerto grosso Nr. 5 spielen. Zum Abschluss des „englischen Abends“ entführt das Ensemble in eine Fantasiewelt voller Trolle, Feen und anderer Fabelwesen: Mit einer Suite aus Henry Purcells berühmter Oper „Fairy Queen“ beendet es seine erste Konzertsaison und freut sich auf ein Wiedersehen im September.

Die Eintrittsgelder des Konzerts „Barockmusik aus England“ kommen dem Osnabrücker Hospiz e.V. zugute. Karten sind zum Preis von 11 Euro (ermäßigt: 7 Euro) bei der Tourist Information Osnabrück sowie an der Abendkasse für 12 Euro (ermäßigt: 8 Euro) erhältlich. Es besteht freie Platzwahl – die Karten sind nicht nummeriert.

Die Neue Hofkapelle Osnabrück wird von der Friedel & Giesela Bohnenkamp-Stiftung gefördert. (Foto: Sven Jürgensen)