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Bahn: Verspätungen durch Infrastrukturmängel steigen um 40 Prozent

today22 Oktober 2026 1

Hintergrund
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Trotz der zahlreichen Sanierungen kämpft die Deutsche Bahn weiterhin mit ausfallenden Weichen, Oberleitungen und Stellwerken. Die Zahl der Verspätungsfälle, die mit gestörten Infrastrukturanlagen zusammenhängen, sei 2026 um 40 Prozent gestiegen, sagte Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, der Wochenzeitung “Die Zeit”., Der sehr kalte Winter am Anfang des Jahres und der sehr heiße Sommer hätten die Anlagen besonders strapaziert. Extreme Temperaturen beschädigten die Infrastruktur und verhinderten schnelle Reparaturen, sagte Nagl. Wenn man ganz Deutschland betrachte, gingen die Weichen, Oberleitungen und Stellwerke im Moment immer noch schneller kaputt, als sie repariert werden könnten., Seit 2024 sperrt die Infrastrukturtochter der Bahn Streckenabschnitte für mehrere Monate, um sie komplett zu sanieren. Zuletzt gab es Kritik an diesen Korridorsanierungen, auch von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU), weil die Züge im Anschluss an die Bauarbeiten trotzdem noch unpünktlich fuhren. Nagl will dennoch an diesen Sanierungen festhalten., Zu den Verspätungen auf der sanierten Strecke zwischen Hamburg und Berlin erklärte Nagl, es habe Probleme mit der Leit- und Sicherungstechnik gegeben, die bei der Wiedereröffnung noch nicht vollständig in Betrieb gewesen sei. Der Fernverkehr musste deshalb stellenweise langsamer fahren. Hochgeschwindigkeitszüge nutzen ein spezielles Zugsicherungssystem. Um es zu aktivieren, müsse die Strecke sozusagen ein zweites Mal abgenommen werden. Natürlich könnte man diese Abnahmen mit in die Sperrzeit nehmen, dann müssten aber auch der Regional- und der Güterverkehr länger warten, obwohl sie dieses Leitsystem gar nicht brauchten, sagte Nagl. Seit Sonntag seien alle Abnahmefahrten abgeschlossen. Um Verspätungen bei der Wiedereröffnung einer Strecke in Zukunft zu reduzieren, werde man nicht sofort alle Züge auf einmal fahren lassen., Grundsätzlich sei die Pünktlichkeit der Züge auf sanierten Strecken nach den Baumaßnahmen höher als vorher, so der Bahnmanager. Bis die Effekte im ganzen Netz spürbar werden, so wie es die Deutsche Bahn zum Start der Korridorsanierungen versprochen hatte, müssen sich die Bahnfahrer aber weiter gedulden. Die Strahlwirkung werde man spüren, wenn man mit den ganz heiklen Sanierungen fertig sei. Das sei zum Beispiel Berlin-Hannover im kommenden Jahr und Hamburg-Hannover im Jahr 2029. Dann seien die großen Strecken erledigt. Und dann würden auch überall in Deutschland die Züge wieder pünktlicher kommen, versprach Nagl., Foto: Bauarbeiten an einer Bahnstrecke (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Geschrieben von: Radio Osnabrück Redaktion

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