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Christliche Hilfsorganisationen fordern von der Bundesregierung ein Jahr nach dem USAID-Kahlschlag mehr Geld für die globale Gesundheit., Die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe, Dagmar Pruin, sagte der “Rheinischen Post” (Montagsausgabe) mit Blick auf die Einschnitte bei der US-Entwicklungshilfe: “Das Ende von USAID hätte eine Chance sein können für die Weltgemeinschaft, die Reihen zu schließen. Diese Chance wurde bisher vertan.” Sie fügte hinzu: “Die Bundesregierung darf diesem Kollaps nicht weiter tatenlos zusehen, sondern muss die Mittel für globale Gesundheit deutlich aufstocken. Nur so lassen sich katastrophale Versorgungslücken schließen.”, Der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, sagte: “Die Erfolge in der weltweiten Gesundheitsversorgung in den vergangenen Jahren sind mit dem Kahlschlag der Hilfen von USAID und der weltweiten Kürzungsorgie vieler Staaten in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit – auch von Deutschland – ernsthaft gefährdet.” Das werde langfristige Folgen haben, denn sowohl für Forschung und Impfprogramme als auch für die Gesundheitsversorgung vieler Menschen fehlten nun Milliarden. “Vor allem die Ärmsten leiden darunter.” Müller fügte hinzu: “Jetzt schon ist zu erkennen, dass Erkrankungen wie Malaria, Masern, Polio und HIV wieder deutlich zulegen, auch weil Aufklärungskampagnen wegfallen.”, Die frühere Entwicklungsministerin Svenja Schulze sieht die Europäer ebenfalls in der Pflicht: “Dass Europa ebenfalls kürzt, ist genau das Gegenteil dessen, was notwendig wäre.” Die SPD-Politikerin, die inzwischen auch Präsidentin der Hilfsorganisation Help ist, sagte: “Es ist umso dramatischer, dass im Haushalt 2026 die Kürzungen nicht einmal teilweise zurückgenommen wurden.” Schulze sagte: “Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit sind ein vergleichsweise kleiner Betrag, aber die Wirkung ist weltweit enorm – ein bisschen mehr deutsches Engagement würde unzähligen Menschen helfen.”, Foto: US-Dollar (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Geschrieben von: Radio Osnabrück Redaktion
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