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Der Paritätische Wohlfahrtsverband missbilligt die geplanten Kürzungen beim Wohngeld. Hauptgeschäftsführer Joachim Rock warnte vor steigender Armut und Existenznot bei mehr als einer Million Haushalten., Die Kürzungspläne der Bundesregierung machten ihm wirklich große Sorgen, sagte Rock der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Vor allem, dass an genau den Stellen gekürzt werde, wo ohnehin ein großes Armutsrisiko zu beobachten sei. Im Fokus der Kritik steht die geplante Einsparung beim Wohngeld, das für viele Menschen mit geringen Löhnen oder kleinen Renten eine essenzielle Hilfe zur Finanzierung der Unterkunft darstellt., Der Sozialexperte verurteilte das Vorhaben als rein symbolische Haushaltskonsolidierung, die den Staat kaum entlaste, die Betroffenen aber massiv treffe. Die eine Milliarde, die am Bundesanteil gespart werden solle, mache keinen spürbaren Unterschied im Bundeshaushalt. Für über eine Million Haushalte, die auf das Geld angewiesen seien, tue sie das aber sehr wohl, sagte er. Menschen, die von Armut bedroht seien, müssten bereits jetzt oft fast die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens für reine Wohnkosten aufbringen. Ohnehin sei die Hoffnung auf Sparsamkeit überzogen. Wenn beim Wohngeld gestrichen werde, fielen zum Beispiel mehr Leute in die Grundsicherung und fast alle Ersparnisse lösten sich in Luft auf, so Rock., Auch die steigenden Kosten fürs Wohngeld können Rock nicht überzeugen. Diese steigenden Kosten seien die Rechnung für eine unterlassene Regulierung des Mietmarktes und direkt auf die rasant steigenden Mieten zurückzuführen, sagte Rock. Eine bessere Möglichkeit zum Geldsparen sei es, für niedrigere Mieten zu sorgen. Die großen Wohnungskonzerne schütteten teilweise 200 Euro pro Wohnung an ihre Aktionäre aus, die zum Teil vom Steuerzahler kämen. Trotzdem sei das Wohngeld wichtig, aber man nutze die Möglichkeiten nicht, Mieter unmittelbar vor zu hohen Mieten zu schützen., Foto: Wohnhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Geschrieben von: Radio Osnabrück Redaktion
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