Politik

Thüringens Ministerpräsident verteidigt KI-Einsatz in Reden

today10 Juni 2026 3

Hintergrund
share close

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) verteidigt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in seinen Reden und Texten., “Ich motiviere alle Mitarbeiter unserer Verwaltung, im Jahr 2026 alle modernen Instrumente für ihre Arbeit zu nutzen. Die KI ist längst Teil der modernen Kommunikation”, sagte Voigt dem “Tagesspiegel”. Nach Recherchen des Portals “Frag den Staat” soll Voigt in mehreren seiner Ansprachen auf von KI generierte Inhalte zurückgegriffen haben, darunter womöglich bei seiner Trauerrede zum Tode des ehemaligen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel sowie bei einer Rede, die der Ministerpräsident 2025 anlässlich des Holocaust-Gedenktags hielt. Zuvor hatte die Thüringer Staatskanzlei eingeräumt, dass ein gemeinsamer Gastbeitrag von Voigt mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Sven Schulze in der “Welt” mit KI-Versatzstücken erstellt worden war., Natürlich würden seine Reden in der Staatskanzlei vorbereitet, sagte Voigt dazu dem “Tagesspiegel”. Wenn es wirklich einzelne Passagen gegeben habe, die auch mithilfe von KI erstellt worden seien, werde er dafür niemandem den Kopf abreißen. Grundsätzlich halte er aber sowieso fast alle seiner Reden frei. Auf die konkret in Rede stehenden Ansprachen ging er nicht ein., Auch Voigts Stellvertreterin, Finanzministerin Katja Wolf (BSW), findet die Nutzung von KI durch die Politik nicht anstößig. “Die KI hat mittlerweile eine große Qualität, mir sehr genaue Zusammenfassungen und Analysen zu liefern, wenn ich etwas herausfinden will. Und sie kann mir auch perfekte Formulierungshilfen an die Hand geben”, sagte sie dem “Tagesspiegel”. Für selbst geschriebene und gehaltene Reden nutze sie die KI zwar nicht, versicherte Wolf. Aber ob diejenigen, die ihr zuarbeiteten, das auch nicht täten, könne sie nicht ausschließen. Auf jeden Fall könne die Technik die Verwaltungsarbeit vereinfachen und etwa Bescheide besser machen. “Wir wären verrückt, wenn wir diese Möglichkeiten nicht nutzen würden, und müssen alle einen Umgang damit finden.”, Foto: Mario Voigt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Geschrieben von: Radio Osnabrück Redaktion

Rate it