Neubauer verteidigt Wut der Generation Z

Die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer verteidigt die wachsende Wut junger Menschen auf die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland. „Die Gen Z erlebt heute vieles als Selbstverständlichkeit, was in den vergangenen Jahrzehnten von den Älteren hart erkämpft wurde“, schreibt Neubauer in einem Gastbeitrag für die „Neue Osnabrücker Zeitung“. „Dennoch ist die Wut da, und sie ist berechtigt.“
Das bisherige Versprechen, dass es zukünftigen Generationen einmal besser gehen werde als der vorherigen, sei angesichts einer möglichen Wehrpflicht, des Klimawandels und eines maroden Bildungssystems nicht mehr gegeben, so Neubauer. „Dass sich junge Menschen nun in Deutschland und ganz Europa zu Wort melden, ist nicht nur ihr gutes Recht – es ist regelrecht überfällig“, erklärte die Publizistin.
Auch das Vertrauen in den Sozialstaat sei erschüttert: Mit Blick auf Rente und Sozialstaat glaube wohl kein junger Mensch mehr, dass der Haushalt für ihn in 40 Jahren noch etwas übrig habe. Man lande in einem Land, in dem die Zukunft kein Versprechen mehr sei, sondern eine Drohung, schrieb Neubauer.
In den vergangenen Wochen waren in Deutschland und weiteren europäischen Ländern Zehntausende junge Menschen auf die Straße gegangen, um ihrem Unmut über politische Entwicklungen Luft zu machen; vereinzelt war es dabei auch zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Luisa Neubauer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Quelle: dts-nachrichtenagentur.de