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Schüsse in Krakau: Minister sieht Hinweise auf rechtsextremes Motiv

7. November 2026, 21:48 Uhr · Topnews

Polnische Grenze (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Nachdem am Samstagnachmittag in der polnischen Stadt Krakau von einem Bewaffneten vier Frauen und zwei Männer erschossen und mindestens 15 weitere Menschen verletzt worden sind, hat Polens Innenminister Marcin Kierwinski von einem möglichen rechtsextremen Motiv gesprochen.

Alles deute darauf hin, dass der Tatverdächtige von rechtsextremen Ideologien fasziniert gewesen sei, erklärte der Minister am Abend in einer Pressekonferenz. Dies müsse jedoch noch gründlich überprüft werden.

Gegen 15 Uhr hatte der Täter nach Darstellung der Behörden begonnen, aus dem Auto, mit dem er auf den Markt gefahren war, scheinbar wahllos auf Menschen zu schießen. Der Tatverdächtige, ein 24-jähriger polnischer Staatsbürger, wurde von der Polizei angeschossen und wird derzeit ins Krankenhaus gebracht. Im Auto des Täters wurden laut Behördenangaben weitere Waffen gefunden.

Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus. Für die Bevölkerung soll keine Gefahr mehr bestehen. Die Einsatzkräfte sind weiterhin vor Ort. Teile des Marktplatzes und angrenzende Straßen wurden gesperrt. Die Bevölkerung wird gebeten, die Gegend zu meiden.

Der polnische Premierminister Donald Tusk bekundete den Familien und Angehörigen der Opfer sein tiefstes Mitgefühl. Er appellierte an die Politiker aller Lager, die Tragödie nicht zum Spielball zu machen.

Tusk lobte die Arbeit der Polizei. Diese untersuche „den Hintergrund und alle Umstände des Attentats“, schrieb er auf X. Die Polizei habe blitzschnell reagiert, und die Beamten zeigten Mut und außergewöhnliches Engagement, erklärte der Premierminister. „Drei wurden verletzt, einer kämpft um sein Leben. Sie brauchen unser Gebet, unsere Solidarität und unsere volle Unterstützung.“

dts Nachrichtenagentur

Foto: Polnische Grenze (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Quelle: dts-nachrichtenagentur.de