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Der Deutsche Bauernverband (DBV) rechnet in seiner Erntebilanz 2026 insgesamt mit einer unterdurchschnittlichen Getreideernte von 41,9 Millionen Tonnen. Das sind sieben Prozent weniger als im Vorjahr (2025: 45,2 Millionen Tonnen), wie aus der am Dienstag in Berlin vorgestellten Bilanz hervorgeht., Der Ertrag über alle Getreidearten liegt mit 68,9 dt/ha um neun Prozent unter dem Vorjahr. Prägend waren ein zu trockenes Frühjahr und eine Hitzewelle in der zweiten Junihälfte während der Kornfüllungsphase, die vielerorts zu Notreife führten. Beim Winterweizen, der mit rund 2,9 Millionen Hektar wichtigsten Kultur, liegt die Erntemenge lediglich bei 20,9 Millionen Tonnen und damit sieben Prozent unter dem Vorjahr. Der Ertrag pro Hektar sank sogar um neun Prozent auf 72,1 dt/ha. Bei den Qualitäten zeigt sich ein uneinheitliches Bild., Am stärksten hat es den Winterraps mit einem Ertragseinbruch von 20 Prozent auf 29,1 dt/ha getroffen. In Summe wurden nur 3,3 Millionen Tonnen geerntet. Neben Hitze und Trockenheit machten hoher Schädlingsdruck und die fehlende Verfügbarkeit wirksamer Mittel gegen Erdfloh und Kohlschotenmücke den Beständen zu schaffen. “Ein zu trockenes Frühjahr und dann Hitze und anhaltende Trockenheit haben viele Bestände erheblich geschädigt. Der Standort hat in diesem Jahr über den Ertrag entschieden wie selten zuvor”, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied., Die Wintergerste hält mit 9,5 Millionen Tonnen das Vorjahresniveau, da die um vier Prozent auf 75,6 dt/ha gesunkenen Erträge durch eine größere Fläche ausgeglichen wurden. Sie war vor der Hitze weitgehend ausgereift und konnte früh gedroschen werden., Bei Kartoffeln zeichnet sich ein mittleres bis unterdurchschnittliches Ergebnis ab, selbst auf beregneten Flächen sind kaum durchschnittliche Erträge zu erwarten. Bei Zuckerrüben sieht es regional deutlich schlechter aus. Zusätzlich breitet sich die Schilf-Glasflügelzikade bundesweit weiter aus., Insgesamt trifft das schwache Ernteergebnis eine wirtschaftlich prekäre Zeit. Die deutlich niedrigeren Erträge in Verbindung mit den niedrigen Erzeugerpreisen auf der einen Seite, und den hohen Kosten für Betriebsmittel, wie zum Beispiel Diesel, Pflanzenschutz- und Düngemittel auf der anderen Seite, belasten die Liquidität vieler Betriebe enorm. Nicht wenige brauchen Verbandsangaben zufolge Sonder- oder Zwischenfinanzierungen zur Sicherung der Liquidität und zum Fortbestand des Betriebes., Rukwied forderte die Bundesregierung auf, ein “Sofortpaket” zur Erhaltung der Liquidität auf den Weg zu bringen. Darin fordert er unter anderem, das Düngemittelhilfspaket auf 180 Millionen Euro aufzustocken und über die Berufsgenossenschaft “unbürokratisch und zügig” auszahlen zu lassen. Darüber hinaus sollen 80 Prozent der Direktzahlungen bereits im Oktober und die restlichen 20 Prozent garantiert im Dezember ausgezahlt werden. Eine “sofortige Reduktion der Steuer auf Diesel” soll nach dem Willen der Bauern ebenfalls Teil des “Sofortpakets” sein., “Unsere Betriebe brauchen aktuell Saatgut und Diesel, später Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Ohne die notwendige Liquidität sind sie nicht in der Lage, die nächste Ernte zu finanzieren”, so Rukwied., Foto: Joachim Rukwied am 18.08.2026, via dts Nachrichtenagentur
Geschrieben von: Radio Osnabrück Redaktion
Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im August erneut verbessert: Der entsprechende Index stieg von 26,3 Zählern im Juli auf nun 34,2 Punkte. Das teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit. Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Informationen.
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