Politik

Hofreiter zweifelt an Abschaffung des EU-Einstimmigkeitsprinzips

today5 April 2026 26

Hintergrund
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Der Grünen-Europapolitiker Anton Hofreiter hat die Forderung von Außenminister Johann Wadephul (CDU), das EU-Einstimmigkeitsprinzip in außenpolitischen Fragen abzuschaffen, als “naiv” kritisiert. Auch ein Ende dieses Prinzips müsse einstimmig beschlossen werden, sagte der Vorsitzende des Europaausschusses im Bundestag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. “Und die Vorstellung, dass zukünftig alles mit qualifizierten Mehrheiten entschieden wird, ist naiv.” Kleine Länder, selbst proeuropäische, würden dem nie zustimmen., Wadephul hatte zuvor gesagt: “Um international ein handlungsfähiger Akteur zu sein, um wirklich erwachsen zu werden, sollten wir in der EU das Einstimmigkeitsprinzip in der Außen- und Sicherheitspolitik abschaffen.” Stattdessen sprach er sich für ein System qualifizierter Mehrheiten aus. “Alle Erfahrungen, die wir in den letzten Wochen mit Hilfen für die Ukraine und Sanktionen gegen Russland gemacht haben, sprechen dafür”, fügte er mit Blick auf die Blockadehaltung Ungarns hinzu., Hofreiter machte einen Gegenvorschlag zur Reform des Einstimmigkeitsprinzips: “Das Veto bleibt, gilt aber nur, wenn mindestens vier Länder beim gleichen Thema ihr Veto einlegen.”, Foto: EU-Fahnen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Geschrieben von: Radio Osnabrück Redaktion

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